Hier geht es zu dem deutschen Blog von Jim Staley.


Wie viele von euch bereits gehört haben, ist Jim Staley seit dem 01.10.2015 im Gefängnis. 
Während der Sukkotwoche wurde er dort für 7 Jahre einbehalten. Wie ist es dazu gekommen und warum hat Gott das zugelassen? Nun, wir denken, dass er dort einen Auftrag hat. Nämlich Menschen zu Gott zu bringen. Zum anderen denken wir auch, dass Gott gerade dabei ist, aus Jim einen noch besseren
Menschen zu machen.
Cheryl Staley, Jim´s Ehefrau, hat eine Stellungnahme zu den Gegebenheiten, die dazu
führten dass er ins Gefängnis musste, geschrieben:

Einige von euch wissen vielleicht bereits was in unserer Familie los ist, manche wissen aber noch gar nichts. Ich mag es nicht besonders Details über unser Privatleben zu erzählen, aber diesmal denke ich jetzt nichts zu sagen, mehr ‎Schlechtes als Gutes anrichten kann. Ich habe schon viele Nachrichten von Leuten bekommen und ich habe mir gedacht, dass sich vielleicht auch noch viele andere fragen was los ist, sie aber bis jetzt noch Angst hatten zu fragen. Also, wenn ihr zu diesen Leuten gehört, dann würde ich mir jetzt etwas Zeit nehmen, und mit euch teilen was bei uns los ist.

Vor acht Jahren hatte eine Firma namens B&B meinen Mann aus dem Nichts angerufen. Sie hatten gehört dass er eine gute Stellung in seiner Firma hatte und fragten ihn ob sie sich mit ihm treffen könnten. Sie sagten sie hätten vor ihn einzustellen. Wir flogen also nach Las Vegas, um die Eigentümer kennen zu lernen und waren von dem Produkt, das sie uns vorstellten, begeistert. Auch sie waren ihrerseits sehr begeistert von Jim's Talent. So wurde Jim eingestellt, angelernt und begann für sie zu arbeiten. Die Männer waren ältere und glaubwürdige Herren. Wir jedoch waren jung und naiv und haben ihnen einfach vertraut, ohne irgendwelche Hintergrundrecherchen zu machen.

Hätten wir das gemacht, dann hätten wir herausgefunden, dass es vor einem Jahr von einer anderen Firma, die ein ähnliches Produkt verkauft, eine Anklageschrift gegen sie gab. Das Produkt das Jim verkaufte, war aber ein echtes Produkt und kein Betrug, was die Regierung bei den ersten Anklagen auf Bundesebene jedoch behauptete. Der Staat Missouri hatte diesen Fall untersucht, fand jedoch keine Schuld oder kriminelle Absicht hinter Jim´s Handeln. Sie verstanden nämlich dass es sich um ein echtes Produkt handelte. Später nach Jim's Anklage, erkannte auch die Bundesregierung, dass das Produkt das Jim verkauft hatte, echt war. Trotzdem gaben Sie den Fall nicht auf. Sie begannen in eine andere Richtung zu recherchieren. Die Eigentümer von B&B erzählten Jim, dass das Produkt eine Garantie hatte, was sich später jedoch als falsch erwies. Niemand hat die Versicherungsfirmen dafür verantwortlich gemacht, obwohl sie selbst zugaben dass die Aussage falsch war.

Der Markt crashte und das Ganze löste sich auf. Die Versicherungen waren verpflichtet zu zahlen. Für ein paar Kunden taten sie es auch, doch nur für die, die davon Bescheid wussten und sie kontaktierten. Jedoch wussten die meisten von Jim's Kunden nichts davon, dass sie einen Großteil der Versicherungssumme zurückbekommen konnten. Jim durfte jedoch nicht mit seinen Kunden darüber sprechen. Ansonsten hätte er seinen Kunden natürlich geholfen ihr Geld von der Versicherung zurückzubekommen. Was sehr schade ist, weil es jetzt viel zu spät dafür ist und der Anspruch darauf verfallen ist.

 

Zwei Dinge sollte man noch dazu erwähnen:

1. Jim glaubte völlig an das Produkt das er verkaufte. Daher gab er unabsichtlich falsche Aussagen über die Garantie des Produkts weiter. Aber es war niemals seine Absicht jemandem dabei zu schaden. NIEMALS. Und trotzdem wurden Leute geschädigt, wirklich sichtbar geschädigt. Die Betroffenen wurden verletzt und einige verloren dadurch sogar ihre Lebensersparnisse und sind jetzt zu Recht wütend und verbittert. Hätten wir den Eigentümern der Firma und den Dingen, die sie uns erzählten nicht einfach blind geglaubt, dann würden weder wir, noch die Kunden in solchen Schwierigkeiten stecken. Trotzdem übernahm Jim die volle Verantwortung für den Teil, den er dazu beigetragen hatte. Schließlich war er derjenige, der die Produkte verkauft und die Garantie dafür gegeben hatte. Doch egal ob jemand einen anderen vorsätzlich schädigt oder nicht spielt keine Rolle. Das Ergebnis bleibt dasselbe.

2. Bei der ursprünglichen Anklage auf Bundesebene gegen ihn, wurde Jim für unschuldig erklärt. Deshalb wurde er auch von vielen angegriffen. Am Anfang sah Jim nicht ein die Verantwortung für Anklagen wie "Er habe das Konzept entwickelt" oder "Er habe mit Absicht betrogen um Geld zu stehlen" zu übernehmen. Einige von euch erinnern sich vielleicht noch an die Videos in denen Jim seine Unschuld beteuert hat. Der Vorwurf in der ersten Anklage war schlimm und nicht wahr! Deshalb verfassten Jim und sein Rechtsanwalt eine Verteidigungsschrift. Die Wahrheit ist, dass mein Mann in eine Sache verwickelt war, die sich am Ende als Betrug herausstellte. Wenn wir das Wort Betrug hören, haben wir gleich ein bestimmtes Bild vor Augen. Aber Betrug muss nicht immer das sein, was wir damit assoziieren. Mein Mann hat Garantien vergeben die nicht eintrafen. Das wurde jetzt als Betrug angesehen. Seine Absicht dahinter war nur, das Produkt zu verkaufen. Doch das hieß dann gleich, dass er "die Absicht zu betrügen" hatte. Diejenigen, die den juristischen Sprachgebrauch nicht kennen, hacken jetzt auf Jim herum und werfen ihm "einen Mangel an Verantwortung" vor.

 

Es ist sehr schwer zu ertragen als „das schreckliche Monster“ zu gelten, das nur darauf aus ist Senioren zu seinen eigenen Gunsten "zu bestehlen" und sie zu schädigen! Jim fühlte sich gar nicht wohl dabei, die Öffentlichkeit einfach glauben zu lassen, dass er „das Monster“ sei und dennoch wussste er, dass er eine große Rolle in diesem Puzzle spielte und bis zu einem gewissen Punkt auch die Verantwortung dafür tragen musste.

Und das tat er auch, indem er sich schuldig meldete. Hätte er das nicht getan und keine Verantwortung dafür übernommen, dann würde er dafür 20 Jahre ins Gefängnis kommen. Es musste also eine Entscheidung getroffen werden. Ein weiterer Grund, warum die Leute denken dass Jim keine Verantwortung dafür übernommen hat, ist dass die Eigentümer der Firma und der Vertreter, den Jim in Florida eingestellt hatte, niemals in Zusammenhang mit der Firma B&B angeklagt wurden. Vor kurzem fand Jim heraus, dass der Vertreter den er in Florida eingestellt hatte, Produkte im Wert von über einer Million Dollar verkauft hatte, an Jim aber nur eine Provision für den verkauften Wert von 50.000 Dollar ausgezahlt wurde. Der Rest fand einfach hinter seinem Rücken statt. Trotzdem wurde diese ganze 1 Million in Jim's Anklagesumme von 3,3 Millionen mit eingerechnet!! Das wirkte sich direkt auf seine Haftstrafe aus, die dadurch deutlich länger wurde. Der Agent aus Florida hat also dasselbe Produkt verkauft wie Jim, wurde dafür jedoch nicht einmal angeklagt! Jim fand das überhaupt nicht fair und auch seine Anwälte waren total verblüfft über die "Bevorzugung der Besseren" in diesem Fall.

Interessanterweise wurden auch die Eigentümer in Kalifornien, die ein ähnliches Produkt auf betrügerische Weise an über 180 Kunden für 15 Million Dollar verkauft hatten, dafür verurteilt. Jedoch bekam einer der Eigentümer nur fünf Jahre Haft, und die Zusatzstrafe für den Betrug in Höhe von 20 Jahre wurden ihm zu 100% erlassen! Niemand weiß wirklich warum. Der andere Eigentümer hat nur eine Bewährung bekommen. Nochmal, Jim wurde von diesen angeklagten Männern eingestellt, hatte nur 18 Kunden mit einem Verlust von insgesamt 3,3 Millionen Dollar und bekommt dafür 7 Jahre?! Das schien einem Mann mit einer "PASSION FÜR WAHRHEIT" einfach nicht richtig oder fair zu sein.

Aber wie schon gesagt, es musste Verantwortung übernommen werden, egal ob es fair war oder nicht. Ich erwähne das nur damit ihr versteht, warum das Ganze so schwierig für uns war. Unterm Strich ist zu sagen, dass Menschen geschädigt wurden und Jim eine Rolle dabei gespielt hat. Und jetzt muss er den Schaden seinen Kunden gegenüber wieder gutmachen. Wenn ein Teil dieser „Wiedergutmachung“ bedeutet, dass Jim für eine Zeit ins Gefängnis muss, dann weiß Gott schon was er tut. Wir beten dass die Sache für Jim's Kunden wieder in Ordnung kommt, schließlich waren es gute Menschen die so etwas nicht verdient haben. Ich bete für ein Wunder und ich glaube, dass für Gott nichts unmöglich ist.

 

Ich möchte damit aber kein Mitleid für mich und meine Familie erregen. Dennoch bin ich euch für eure Gebete und eure Unterstützung dankbar. Ich sehe in dieser schwierigen Zeit in meinem Leben eine gute Möglichkeit meinem König zu dienen. Letztenendes haben mich die Bibel, die Umstände und die Vorträge meines Mannes auf diesen Moment und diesen Test vorbereitet. Ich habe großes Vertrauen und ich diene einem sehr großen Gott, der mich niemals verlassen wird. Ich habe schon wirklich große Wunder erlebt und ich weiß, dass auch diese Situation nicht zu groß oder zu schwierig für Gott ist. Wenn Jim sieben Jahre im Gefängnis sein wird und Gott weiterhin dienen wird, dann ist das auch Gottes Wille. Er hat einen guten Plan für ihn! Wir können niemals aus Gottes Perspektive sehen. Wir sehen nur aus unserer eigenen egoistischen Sicht, aus der wir zu wissen meinen, wie unser Leben aussehen sollte. Doch Gott weiß es besser! Ich weiß nur, dass jede gute Geschichte in der Bibel aussichtslos begann. Situationen in denen wir niedergeschlagen sind, nutzt Gott um die größte Ehre zu bekommen!

Das zeigt uns immer wieder, dass Gott alles in seiner Hand hält. Ich schaue diesen Prüfungen mit lauter Freude entgegen, denn ich weiß, dass Gott sie gebrauchen wird, um den ganzen Müll aus dem Leben von Jim und mir heraus zu pressen, bis nichts mehr davon übrig ist. Schließlich haben wir auch schon eine Menge von Fehlern in unserem Leben gemacht. Ich wollte mich noch mal bei euch allen für eure große Liebe und Barmherzigkeit, die ihr mir und meiner Familie gezeigt habt bedanken. Falls es noch irgendetwas gibt was euch aufgrund der Medien oder der Dinge die ihr gelesen habt Sorgen bereitet, dann fühlt euch frei mich danach zu fragen. Ich werde alles gerne beantworten, in der Hoffnung so mehr Verständnis in die Angelegenheit bringen zu können.

Eure

Cheryl Staley